BAUWERKABDICHTUNG

Zur nachträglichen Abdichtung von Mauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit werden häufig Injektionsverfahren eingesetzt, bei denen porenverschließende und/ oder hydrophobierende Mittel in der gewünschten Abdichtungsebene in das Mauerwerk eingebracht werden.

Die Anwendbarkeit von Injektionsverfahren wird dadurch begrenzt, dass zur Aufnahme des Injektionsmittels ein bestimmter freier Porenraum im Mauerwerk zur Verfügung stehen muß. Es wird deshalb empfohlen, Injektionen nur dann durchzuführen, wenn der Durchfeuchtungsgrad eine Verteilung des Injektionsmittels zulässt.

Das bedeutet, dass gründliche Voruntersuchungen durchgeführt werden müssen, um die entsprechenden Bedingungen einhalten zu können. Neben der Bestimmung des Durchfeuchtungsgrades und der Porosität sollte dabei das Eindringvermögen des Injektionsmittels in dem betreffenden Mauerwerk ermittelt werden.

THERMISCHE UND KONVEKTIVE TROCKNUNG VON MAUERWERK

Um Injektionsverfahren auch bei völlig durchnäßtem Mauerwerkein setzen zu können, ist es notwendig, einen Teil des Wassers aus der Injektionsebene zu entfernen.

Ist eine Vortrocknung notwendig, so kann diese dadurch realisiert werden, dass im Injektionsbereich auf 100° C erwärmte Luft durch das Porengefüge des Mauerwerks gedrückt wird. Für diesen Zweck wurde ein spezieller Packer entwickelt. Diese Packer lassen sich in die Bohrlöcher einsetzen, die für eine Injektion ohnehin in das Mauerwerk eingebracht werden müssen.



ABDICHTUNG UND INSTANDSETZUNG VON ALTBAUTEN MIT SYSTEM



Waagerechte Bohrlochkette, Einbauhöhe nachbaulichen Gegebenheiten, anlegen. Abstand von Bohrlochmitte bis Bohrlochmitte 12 cm. Bohrlochdurchmesser 18 - 30 mm, Neigung 25° - 45° je nach Wanddicke, Bohrlochtiefe ca. 5 cm vor Mauerschluß. Bohrlöcher von Bohrstaub befreien.


Bohrlöcher, Durchm. 30 mm, drucklos mehrfach mit Aida Kiesol bis zur Sättigung füllen. Trockene Löcher sind vorher mit Wasser anzufeuchten. Der Multiplikator zur Füllmengenermittlung ist 0,02 kg /cm Mauerwerksdicke und Bohrloch. Mauerwerk mit grobem Porengefüge bis 20 % Mehrverbrauch, mit dichtem Porengefüge bis 20 % Minderverbrauch.


Drucklose Füllung mit Aida Kiesol Fülleinrichtung.

Bohrlochdurchmesser 20 mm

Verminderung der Befüllvorgänge, bis 74 cm Wanddicke nur eine Befüllung nötig.

Sichere Verbrauchskontrolle.


Anschließend die Bohrlöcher mit Aida Bohrlochsuspension schließen.

Hohlräumiges Mauerwerk vor der Tränkung mit Aida Kiesolmittels Aida Bohrlochsuspension füllen. Nach Erhärtung der Suspension das Loch größer nachbohren oder ein neues Loch ca. 5cm höhersetzen.


Niederdruckverfahren, Bohrlochdurchmesser 18mm. Mauerwerkstränkung mit Aida Kiesol über Plastikinjektor. Der Injektor wird anschl. versenkt und das Loch mit Aida Sperrmörtel geschlossen. Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei hohlraumfreiem Mauerwerk mit dichtem Porengefüge oder bei waagerecht anzuordnender Bohrlochkette eingesetzt.

Richtwerte für die Tränkzeit je Injektor:
30 Sek. ca. 0,25 kg Aida Kiesol
1 Min. ca. 0,50 kg Aida Kiesol
2 Min. ca. 1,00 kg Aida Kiesol


Flächenabdichtung von Bodenplatte oder Fundament bis min. 30 cm über Horizontalsperre durch zwei Verkieselungsfolgen mit Aida Kiesol und Aida Sulfatexschlämme herstellen, frisch in frisch Haftbrücke für Neuverputz einwerfen.

Diese verhindert, daß das unter der Horizontalsperre anstehende Wasser über den Putz aufsteigen kann.

Verbrauch:
0,4 kg/ m² Aida Kiesol
4,0 kg/ m² Aida Sulfatexschlämme